Brigitte Bardot, Mythos des europäischen Kinos und Tierschutzaktivistin, stirbt im Alter von 91 Jahren

Brigitte Bardot, 2006 / 1962. Fotos: Wikimedia
Brigitte Bardot, 2006 / 1962. Fotos: Wikimedia

Die französische Schauspielerin und Sängerin Brigitte Bardot ist an diesem Sonntag (28.) im Alter von 91 Jahren gestorben.

Die Information wurde von der Stiftung bestätigt, die ihren Namen trägt und sich dem Tierschutz widmet. Die Todesursache sowie Ort und Zeitpunkt ihres Ablebens wurden nicht bekannt gegeben.

Als weltweite Ikone des Kinos der 1950er- und 1960er-Jahre prägte Bardot eine ganze Epoche mit freigeistigen Rollen und starkem magnetischem Charisma auf der Leinwand. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen Und Gott schuf die Frau, der sie international bekannt machte, sowie Die Verachtung von Jean-Luc Godard. Parallel zu ihrer Schauspielkarriere veröffentlichte sie auch Schallplatten als Sängerin und etablierte sich als zentrale Figur der europäischen Popkultur der Nachkriegszeit.

In den vergangenen Monaten war Bardot im Oktober und November in Toulon im Süden Frankreichs für medizinische Eingriffe im Krankenhaus. Damals beruhigte sie ihre Fans mit der Aussage, sie erhole sich gut.

Vom Ruhm zum Aktivismus

Mit 39 Jahren beendete Bardot 1973 endgültig ihre Filmkarriere und zog sich nach Saint-Tropez an der Côte d’Azur zurück. Von da an widmete sie ihr Leben dem Einsatz für die Rechte der Tiere. 1986 gründete sie die Brigitte-Bardot-Stiftung, eine Organisation, die in den Bereichen Rettung, Schutz und Sterilisationskampagnen tätig ist.

Als überzeugte Vegetarierin leistete Bardot erhebliche Spenden für internationale Anliegen, darunter mehr als 90.000 Pfund zur Unterstützung von Straßenhunden in Bukarest. Sie drohte sogar damit, Frankreich zu verlassen, nachdem zwei kranken Elefanten in einem Zoo des Landes eine Behandlung verweigert worden war.

Privatleben

Die Schauspielerin war viermal verheiratet: mit Roger Vadim (1952–1957), Jacques Charrier (1959–1962), Gunter Sachs (1966–1969) und Bernard d’Ormale, mit dem sie seit 1992 verheiratet war. Mit Charrier hatte sie ihren einzigen Sohn, Nicolas-Jacques, geboren 1960, eine Beziehung, die im Laufe der Jahre als schwierig beschrieben wurde.

Kontroversen

Trotz der Anerkennung für ihr humanitäres Engagement geriet Bardots öffentliches Image erneut in die Kritik. 2004 wurde sie wegen Aufstachelung zum Rassenhass in einem Buch verurteilt. Ihre Unterstützung der französischen extremen Rechten, insbesondere der Politikerin Marine Le Pen, entfachte ebenfalls neue Debatten über ihr Vermächtnis.

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Fotos: Wikimedia. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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